Gedichte und mehr...

Auf dieser Seite möchte ich euch ein paar meiner Lieblingsgedichte, Zitate + Texte vorstellen.  Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen, auch wenn ein paar der Texte von traurigem Inhalt sind...aber schön sind sie trotzdem...;-)

Die Gedichteseite wird immer mal wieder erweitert...wenn sich ein neues, schönes Gedicht findet...;-)

 

 

Der Panther

Sein Blick ist vom Vorrübergehn der Stäbe

so müd geworden, daß er nichts mehr hält.

Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe,

Und hinter tausend Stäben keine Welt.

 

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,

Der sich im allerkleinsten Kreise dreht,

Ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,

In der betäubt ein großer Wille steht.

 

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille

sich lautlos auf - dann geht ein Bild hinein,

Geht durch der Glieder angespannter Stille -

Und hört im Herzen auf zu sein.

(Rainer Maria Rilke)

 

 

Der Seestern

Als der junge Mann in der Dämmerung am Strand entlanglief, bemerkte er einen älteren Mann, der Seesterne aufhob und sie zurück ins Meer brachte.

Als er bei dem älteren Mann angekommen war, fragte er ihn, warum er das tue...

Die Antwort war, daß der Seestern sterben würde, wenn er bis zum Sonnenaufgang liegen bliebe...

"Aber der Strand ist kilometerlang und es gibt Millionen von Seesternen", entgegnete der junge Mann. "Was für einen Unterschied macht Ihre Tat?"

Der alte Mann schaute auf den Seestern in seiner Hand und brachte ihn ins Wasser zurück.

"Es macht einen Unterschied für diesen einen Seestern!"...entgegnete er.

(Verfasser unbekannt)

 

 

Dort

Dort, wo die Luft ist rein
Dort, wo jedes Tier kann glücklich sein
Dort, wo noch nie ein Krieg gewesen ist
Dort, wo immer Frieden ist
Dort, wo keiner Tiere quält
Dort, wo Liebe und Vertrauen zählt
Dort, das ist ein Ort, 
wo noch nie ein
Mensch gewesen ist

(Marianne Zmija)

 

 

Der alte Kettenhund

Ich bin allein, es ist schon Nacht,

Und stille wirds im Haus.

Dort ist ein Feuer angefacht,

Dort ruht mein Herr sich aus.

Er liegt im warmen Federbett,

deckt bis ans Ohr sich zu,

und ich auf meinem harten Brett

bewache seine Ruh.

Die Nacht ist kalt, ich schlafe nicht,

Der Wind aus Ost weht kalt.

Die Kälte ins Gebein mir kriecht,

Ich bin ja auch schon alt.

Die Hütte, die der Herr versprach,

erlebe ich nicht mehr.

Der Regen tropft durchs morsche Dach

Stroh gabs schon längst nicht mehr.

Die Nacht ist kalt,

Der Hunger quält

Mein Winseln niemand hört.

Und wüßt' mein Herr auch was mir fehlt

Er wird nicht gern gestört.

Die Nacht ist lang, zum zehnten Mal

Leck ich die Schüssel aus.

Den Knochen, den ich jüngst versteckt

Den grub ich längst schon aus.

Die Kette, die schon oft geflickt,

Sie reibt den Hals mir bloß.

Sie reicht nur noch ein kurzes Stück

Und nie werd ich sie los.

Was Greisheit ist, das lern ich nie

Doch weiß ich, ich bin treu!

So lieg ich, warte auf den Tod

Denn dieser macht mich frei...

(Vefasser unbekannt)

 

 

Das Weltgewissen

Es klagt das Weltgewissen
die ganze Menschheit an:
was habt ihr mit den Tieren,
was habt ihr mit dem Tier getan?

Das euch in Liebe nahte,
das euch verbunden war,
und manches Opfer brachte,
nicht achtend der Gefahr!

Nun sind sie ausgeliefert
der größten Qual und Pein,
und sollten unsre Brüder
in allen Nöten sein!

Ihr aber seid so herzlos
und hört ihr Klagen nicht!
Ihr kommt, wenn ihr´s nicht ändert,
dereinst vor das Gericht!

Ihr seid schon jetzt gerichtet
durch euer eignes Tun,
euch ewig anzuklagen,
wird keins der Tiere ruhn.

Gar groß ist die Bedrängnis,
unsagbar Leid und Schmerz,
bis ihr begreift und umkehrt!
Gott gab auch euch ein Herz!

Dass es in Liebe schlage,
für alles, was da lebt,
und ihr die volle Würde
den Tieren wiedergebt!


Denn eure eigne "Würde"
sie ist vor Gott nichts wert,
wenn ihr nicht in den Tieren
den Schöpfer selber ehrt!


S. Koerner

 

 

Nennst du einen Hund dein eigen, wirst du nie verlassen sein!

 

Wenn alle dich meiden und hassen,

ob mit oder ohne Grund,

wird einer dich niemals verlassen,

und das ist dein treuer Hund.

 

Und würdest du ihn schlagen,

ganz herzlos und ohne Verstand,

er wird es geduldig ertragen,

und leckt dir dafür noch die Hand.

 

Nur Liebe und selbstlose Treue,

hat er für dich immer parat.

Er beweist es dir täglich aufs Neue,

wie unsagbar gern er dich hat.

 

Nennst du einen Hund dein eigen,

wirst du nie verlassen sein,

und solltest du mal einsam schweigen,

bist du dennoch nie allein.

 

Wird einst der Tod dir erscheinen,

und schlägt dir dann die letzte Stund,

wird einer bestimmt sehr um dich weinen,

und das ist dein treuer Hund.

 

Drum schäm dich nicht deiner Tränen,

wenn einmal dein Hund von dir geht.

Nur er ist, das will ich erwähnen,

das Wesen, das stets zu dir steht!

 

(Verfasser unbekannt)

 

 

 

 

 

Nänie auf ein paar Nager

Selbst meine Freunde
verwenden ihren Namen als Schimpfwort,
Diese lausigen Ratten.

Die Unterwühler
die Fundamente-Zerfresser
die sich durchbeißen müssen.
Das subversive Gesindel,
das vernünftig von Bord geht,
bevor der Kahn absäuft.

Ach ihr lausigen Ratten...
Von der Pest auf die Straße geschickt,
auf zierlichen Pfoten,
um da als erste zu sterben,
mit Blut an der Schnauze
und Todesschweiß-nassem Fell.

Ich wünschte, ich könnte euch retten...
Vor Krankheit, vor Ködern
und vor dem falschen Vergleich.


(Yaak Karsunke)

 

 

Die Ratte

Lag eine Ratte, an den Tod verletzt,
lag hinter der Scheune allein,
ihr Fell war blutig und zerfetzt.
Kam das Kind, nahm die Ratte wie ein Kind,
nahm wie eine Mutter sie in die Arme lind -
Eia popeia, schlaf ein.

Das Mädchen wiegt die Ratte sacht,
hüllt in die Schürze sie ein.
In seinen Augen ein Lächeln erwacht,
und aus dem Lächeln klingt es leis,
ein silbernes Stimmchen singt ganz leis:
Eia popeia, schlaf ein.

Ratte, totes entstelltes Tier,
mich ekelt, wie du blutig verschleimt,
vor dem giftigen Aas und faulenden Grind.
Wär Gott der Welt ich und säh das Kind
mit der toten Ratte in seinem Arm -
ich beugte mein Haupt und weint'...


(Jaroslav Durych, 1886-1962)

 

 

Treue

Daß mir der Hund das Liebste sei,

Sagst du, o Mensch, sei Sünde?

Der Hund bleibt mir im Sturme treu,

Der Mensch nicht mal im Winde...

(Verfasser unbekannt)

 

 

O Mensch, Du bist des Tieres höheres Wesen,

Stark und überreich an List,

An seinen Augen kannst du lesen,

Ob du ihm Gott oder Teufel bist!

Ganze Weltalter voll Liebe werden notwendig sein,

Um den Tieren ihre Dienste an uns zu vergelten...

(Christian Morgenstern)

 

 

Alle Geschöpfe der Erde,

fühlen wie wir.

Alle Geschöpfe der Erde,

streben nach Glück wie wir.

Alle Geschöpfe der Erde

lieben, leiden und sterben wie wir.

Also sind sie uns gleichgestellte Werke

des Allmächtigen Schöpfers...

(Franz von Assisi)

 

 

Tierische Trauergedichte

 

Leihe mir ein Tier


"Ich will dir ein Tier für eine Weile leihen",
hat Gott gesagt.
"Damit du es lieben kannst, solange es lebt
und trauern, wenn es tot ist.

Ich kann dir nicht versprechen, dass es bleiben wird
weil alles von der Erde zurückkehren muss.
Wirst du darauf aufpassen, für mich,
bis ich es zurückrufe?

Es wird dich bezaubern
um dich zu erfreuen,
und sollte sein Bleiben nur kurz sein,
du hast immer die Erinnerungen
um dich zu trösten.

Willst du ihm alle deine Liebe geben
und nicht denken, dass deine Arbeit umsonst war?
Und mich auch nicht hassen
wenn ich das Tier zu mir heim hole?"

Mein Herz antwortete:
“Mein Herr, dies soll geschehen!
Für all die Freuden, die dieses Tier bringt
werde ich das Risiko der Trauer eingehen.

Wir werden es mit Zärtlichkeit beschützen
und es lieben, solange wir dürfen.
Und für das Glück, das wir erfahren durften
werden wir für immer dankbar sein.

Aber solltest du es früher zurückrufen,
viel früher, als geplant
werden wir die tiefe Trauer meistern
und versuchen, zu verstehen.

Wenn unser geliebtes Tier
diese Welt voll von Spannung und Zwietracht verlässt,
schicke uns doch bitte eine andere bedürftige Seele
um sie ihr Leben lang zu lieben."

 

(Verfasser unbekannt)

 

 

Der letzte Gang

Bin ich einst gebrechlich und schwach,

Und quälende Pein hält mich wach,

Was du dann tun musst - tu es allein...

Der letzte Kampf wird verloren sein...

 

Dass du sehr traurig bist, verstehe ich wohl,

Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.

An diesem Tag - mehr als jemals geschehen,

Muss deine Freundschaft das Schwerste bestehen...

 

Wir lebten gemeinsam in Jahren voll Glück!

Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück...

Du möchtest doch nicht, daß ich leide dabei,

Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei...

 

Begleite mich dahin, wo ich hingehen muss,

Nur - bitte bleib hier bis zum traurigen Schluss.

Und halte mich fest und red mir gut zu,

Bis meine Augen kommen zur Ruh...

 

Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst du es wissen

Es war deine Liebe, die du mir erwiesen...

Vertrauender Blick - ein letztes Mal...

Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual...

 

Und gräme dich nicht, wenn du es einst bist

Der Herr dieser schweren Entscheidung ist

Wir waren beide so innig vereint,

Es darf nicht sein, dass dein Herz um mich weint...

(Verfasser unbekannt)

 

 

Ein kleines Trauergedicht

Du hast gelebt, du hast geschafft,
bis dir die Krankheit nahm die Kraft.
Wie schmerzlich war's, vor dir zu stehen,
dem Leiden hilflos zuzusehen.
Das Schicksal setzte hart dir zu,
nun bist du gegangen zur ewigen Ruh'.
Erlöst bist Du von allen Schmerzen,
doch lebst du weiter in unseren Herzen.

(Verfasser unbekannt)

 

 

Weites Meer... ein Segelschiff setzt seine weißen Segel
und gleitet hinaus in die offene See.
Du siehst, wie es kleiner und kleiner wird.
Wo Wasser und Himmel sich treffen, verschwindet es.
Da sagt jemand: "Nun ist es gegangen".

Ein anderer sagt: "Es kommt".

Der Tod ist ein Horizont, und ein Horizont ist nichts anderes,
als die Grenze unseres Sehens.
Wenn wir um jemanden trauern,
freuen sich andere, ihn hinter dem Horizont wiederzusehen...

(Verfasser unbekannt)

 

Die Regenbogenbrücke

 

Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde.

Wegen der vielen Farben nennt man sie die "Regenbogenbrücke".

Auf der anderen Seite gibt es ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem grünen Gras.

Wenn auf der Erde ein geliebtes Tier gestorben ist, dann kommt es an diesen Ort.  Dort gibt es stets Futter und Wasser und die Sonne scheint immerzu.

Alle alten, kranken oder verletzten Tiere sind wieder gesund und jung, so wie in unseren Erinnerungen an die Träume von vergangenen Tagen... 

Den ganzen Tag spielen die Tiere und sind glücklich, bis auf eins...

Sie vermissen jemanden, den sie zurücklassen mussten. Ihren Menschen. Die Menschen, die sie auf Erden so sehr geliebt hatten.

So rennen und spielen sie jeden Tag, bis eines von ihnen innehält und in die Ferne schaut!  Die Augen werden groß...

Plötzlich beginnt es, von der Gruppe wegzulaufen, über das grüne Gras, immer schneller und schneller!

Es hat dich gesehen! Und wenn du und dein bester Freund sich treffen, nimmst du ihn in deine Arme und hältst ihn ganz fest.

Dein Gesicht wird geküsst, wieder und wieder ...deine Hand streichelt über das Köpfchen und du schaust endlich wieder in die treuen Augen deines geliebten Tieres, das solange aus deinem Leben verschwunden war, aber niemals aus deinem Herzen...

Dann überquert ihr gemeinsam die Regenbogenbrücke und werdet nie wieder voneinander getrennt sein....

 

(Englischer Originaltext: Paul C. Dahm

Ins deutsche übersetzt von Christel Wysocki)

 

 

 

Eines Abends

 

 Eines Abends wirst Du über Deinem Haus

ein Licht leuchten sehen,

und Du meinst zu wissen,

woher es kommt ...

 

... eines Abends wirst Du über Deinem Haus

eine Sternschnuppe versinken sehen

und Du meinst zu wissen,

wer sie Dir geschickt hat ...

 

... eines Abends wirst Du über Deinem Haus

den Mond versinken sehen,

und Du meinst zu wissen,

wer immer noch an Dich denkt.

 

All das ist dein kleiner geliebter Freund

der über die Regenbogenbrücke ging,

und dich von dort oben sieht

um dir einen Gruß zu schicken.

 

(Verfasser unbekannt)

 

 

 

 

 

Still, seid leise,
es ist ein Engel auf der Reise.
Er wollte nur kurz bei Euch sein,
Warum er ging, weiß Gott allein,
vergesst ihn nicht, er war so klein.

Ein Hauch nur bleibt von ihm zurück,
in meinem Herzen ein großes Stück.
Er wird jetzt immer bei Euch sein,
vergesst ihn nicht, er war so klein.

Geht nun ein Wind an mildem Tag,
so denkt, es war sein Flügelschlag.
Und wenn ihr fragt, wo mag er sein?
Ein Engel,der ist nie allein!

Er kann jetzt alle Farben sehn,
auf Pfoten durch die Wolken gehn
und wenn ihr ihn auch so vermisst
und weint, weil er nicht bei Euch ist,
dann denkt, im Himmel, wo's ihn jetzt gibt,
erzählt er stolz:

Ich werd geliebt!

 

(Verfasser unbekannt)

 

 

 

 

 

Wer je so einen Freund besessen,
dessen Leben ist so reich.
Die sanften Augen kann man nie vergessen,
ihre Treue keinem gleicht.
Die Liebe, Frohsinn, Mut uns geben,
in ihrem viel zu kurzen Leben.
Sie wachen über uns auf Erden,
und auch,
wenn sie wieder Sternlein werden...

 

(Verfasser unbekannt)

 

 

 

Als Du geboren wurdest, regnete es,

aber nicht, weil es regnen sollte,

sondern weil der Himmel weinte,

da er seinen schönsten Stern verloren hatte.

 

Jetzt scheint wieder die Sonne.

Nicht weil sie scheinen sollte,

der Himmel war nur so glücklich darüber

seinen schönsten Stern wieder bei sich zu haben.

...Doch nun weinen unsere Herzen.

 

(Verfasser unbekannt)

 

 


 

 

Im Tal des Regenbogens

Kleines Seelchen in der Nacht, hast mir so viel Glück gebracht

musstest gehen, bist nun fort, weit an einem schönen Ort.

Regenbogen, Wasserfall, grüne Wiesen überall,

spielen, toben, frohes Treiben, hier willst du ganz sicher bleiben.

 

Kleines Seelchen warte dort, wart auf mich an diesem Ort,

eines Tages, du wirst sehen, werden wir uns wieder sehen.

Einmal wenn wir uns wieder sehen, werden wir gemeinsam gehen,

in die Ewigkeit, ins Morgen, hier gibt es nie wieder Sorgen.

 

Kleines Seelchen in der Nacht, hast mir oftmals Freud gemacht,

Dank sag ich an dieser Stelle, geh nun über diese Schwelle.

Geh nach Haus zu all den Lieben, sieh sie warten auf dich drüben,

mach dir keine Sorg' um mich, Seelchen, ich vergess dich nicht.

 

(Verfasser unbekannt)

 

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